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Alijah aus Russland

Von Kaliningrad durch Polen

von Howard Flower

Vor 3 Jahren kontaktierte die Jewish Agency Howard Flower, ICEJ Russland, mit der Bitte, ihnen beim Transport der jüdischen Familien aus der russischen Enklave Kaliningrad zu helfen, am baltischen Meer, zwischen Polen und Litauen gelegen. Zuvor waren diese Familien über Kopenhagen nach Israel geflogen, aber da die Flugpreise angestiegen waren, wurde nach einer günstigeren Alternative gesucht. Es gab Direktflüge von Warschau, Polen, südlich von Kaliningrad gelegen, doch das Problem war, wie man die Familien dorthin transportieren sollte? Da die ICEJ schon Erfahrungen gesammelt hatte, jüdische Leute zu Flughäfen zu fahren, besonders auf der Route St. Petersburg – Helsinki, bat die Jewish Agency um unsere Hilfe.
 
Sofort sandte Howard Vasiliy Pokrovskiy, unser führender „Fischer“, und Pastor Jim Cuisick aus Florida, nach Kaliningrad, wo sie die erste Familie in einem Kleinbus nach Warschau in Polen begleiteten. Das Ehepaar, welches sie auf dieser ersten Reise begleiteten hießen Zheniya und Andrey Krukover die an einer Musikakademie studierten. Sie wohnten in einem Studentenheim in Kaliningrad und als Zheniya schwanger wurde, entschlossen sie sich nach Israel zu ziehen. Das Baby wurde kurz nach ihrer Ankunft in Israel geboren.
 
Viel zu früh kamen sie am Flughafen in Warschau an. Als sie im Flughafen Cafe auf die Sicherheitskontrollen warteten, fragte Zhenya, warum Christen Juden helfen würden, da diese doch glaubten, dass sie ihren Herrn gekreuzigt hätten? Diese Frage bot die perfekte Gelegenheit um Zhenya über jüdisch – christliche Beziehungen zu berichten und über die Arbeit der ICEJ in Kaliningrad – Warschau.
 
Diese Reise wurde von der lokalen Koordinatorin der Jewish Agency, Svetlana, organisiert. Die Jewish Agency in Kaliningrad mietet Büroräume in einem ehemaligen deutschen Gefängnisgebäude. Svetlana leitet das Büro und Igor, ein pensionierter Kampfpilot, hilft ihr dabei. Sie gehen davon aus, dass es etwa 3000 Juden in der Umgebung von Kaliningrad gibt.
Svetlana sagt, dass die meisten jüdischen Familien über die Unruhen im Nahen Osten nicht besorgt sind, weil das Leben für sie in Kaliningrad bereits hart genug ist.
 
Nach dieser ersten Reise ist die Personenzahl stark angestiegen. Einige Male wurde ein Bus mit 40 Sitzplätzen benötigt, um all die Einwanderer nach Warschau zu bringen, und in manchen Monaten wurden 2 Fahrten nötig. Dieses Jahr waren die Zahlen von Leuten die Alijah machten viel höher als die aus anderen Regionen der ehemaligen Sowjetunion und fast dreimal so hoch wie im Jahr 2004.
 
Die Alijah aus Russland war seit Ausbruch der letzten Intifada stark zurückgegangen, aber jetzt ist wieder ein Aufwärtstrend zu beobachten. In der nordwestlichen Region stiegen die Zahlen auf 35 % gegenüber 2004 an, und in Kaliningrad betrug der Zuwachs sogar 150% gegenüber 2004.
 

Das Kaliningrad – Projekt wurde zum Paradebeispiel, wie Christen bei der Heimbringung der Juden effektiv helfen können: ein tatkräftiger Koordinator der Jewish Agency der eng mit der lokalen jüdischen Gemeinde zusammenarbeitet; und die enge Zusammenarbeit mit örtlichen, freiwilligen Christen, die als „Fischer“ tätig sind, so wie Pastor Andrei Vostryakov und seine Frau Tanya.



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